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Konzept 

Zwar ist die Effizienz dieser Versorgungsmodelle bislang wenig evaluiert, ihre potentiellen Vorteile - Konzentration, Spezialisierung und zeiteffektive Nutzung von Behandlungsressourcen - liegen jedoch auf der Hand.

Die Alters- und Morbiditätsentwicklung nephrologischer und urologischer Patienten in Deutschland und die daraus erwachsenden Probleme belegen beispielhaft die Notwendigkeit neuer medizinischer Versorgungsstrukturen. Medizinische Fragestellungen, die von einer Gruppe spezialisierter Ärzte gemeinsam zu beantworten sind, machen eine stärkere Strukturierung der Kooperation notwendig. 

Dies soll in dem Konzept für ein Nierenzentrum Reinickendorf zum Ausdruck gebracht werden. Die beteiligten Abteilungen können auf eine krankenhausinterne Kooperation von mehr als zehn Jahren verweisen, und ihre Fachvertreter sind im Schwerpunktgebiet seit zwanzig Jahren tätig. 

Im Nierenzentrum Reinickendorf sollen somit:

  • urologische Krankheitsbilder bei Patienten mit nephrologischen oder komplexen internistischen Problemen

  • nephrologische Erkrankungen bei Patienten mit urologischen Problemen einschließlich der  Komplikationen vor oder nach Nierentransplantation

  • und Patienten mit urologisch/ nephrologischen Komplikationen aus den Bereichen der Neurologie und Gynäkologie

diagnostiziert und behandelt werden. Die Betreuung dieser Patienten erfolgt im Rahmen einer nephrologisch-urologischen Liaison. Diese Kooperation intendiert darüber hinaus eine vernetzte ambulant-stationäre Versorgungsstruktur durch  Einbeziehung von:

  • niedergelassenen Fachärzten

  • der zur ambulanten Versorgung ermächtigter Institutionen (nephrologische Ambulanz, KFH mit Transplantationsnachsorge)

  • und anderen Krankenhäusern 

Die strukturierte Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten wird insbesondere dort angestrebt, wo sie eine fachliche Erweiterung bedeutet (z.B. psychosomatische Urologie) oder eine gemeinsame Gerätenutzung zur Anwendung bisher nicht vorhandener Therapieverfahren (z.B. ESWL-Einheit).


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