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Dezember 2002

Nochmals -  Selbstbehandlung mit freiverkäuflichen Medikamenten gegen Schmerzen und Erkältungskrankheiten

Kürzlich wies erneut die Stiftung Warentest (www.stiftung-warentest.de) auf Nutzen und Risiken freiverkäuflicher Medikamente hin. Die meisten Mittel gegen Erkältungskrankheiten sind schlichtweg nutzlos oder gefährlich. Auf die Risiken einer häufigen Einnahme von Schmerzmittel wurde an dieser Stelle schon hingewiesen (s. November 2002).

Was tun, wenn bei Erkältungen Kopf- und Gliederschmerzen auftreten? 

Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) in verschiedenen Darreichungsformen (Tabletten, Brausetabletten u.a.) ein bis dreimal täglich oder Paracetamol (bei Übelkeit auch als Zäpfchen) sind vertretbar. Bei Fieber viel trinken, das Fieber nicht mit Tabletten unterdrücken. Nur bei Kleinkindern oder Schwerkranken kann Fiebersenkung sinnvoll sein. Vitamin C schadet in mäßigen Dosen (bis 200 mg pro Tag) nicht. Große Mengen können Nierensteine begünstigen.


Hausmittel sind sicherer als viele Medikamente aus der Apotheke: China- oder Pfefferminzöleinreibungen gegen Kopfschmerzen, Dampfinhalation mit Kamille oder Kochsalz, Gurgeln mit Salzlösung oder Salbeitee gegen Halsschmerzen. Für chronisch Kranke und Menschen über 60 Jahre wird vorbeugend eine Grippeschutzimpfung empfohlen; noch ist Zeit.



Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer