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Mai 2002

Der Mai ist gekommen... – Schwangerschaft und Niere 

Durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft ändern sich viele Körperfunktionen, - auch die der Niere. Die Niere ist stärker durchblutet und entgiftet besser. Harnleiter und Blase sind erweitert  und bieten damit günstige Voraussetzungen für das Einwandern von Bakterien. Blasen- und Nierenbeckenentzündungen können die Folge sein. 
Sehr selten treten besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte Bluthochdruck, Wasseransammlung (Ödeme) und eine Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) auf. Der Arzt spricht dann von einer EPH-Gestose. Die regelmäßigen Schwangerenuntersuchungen dienen dazu, all diese Komplikationen rechtzeitig zu entdecken und zeitgerecht zu behandeln. 




Leiden Sie bereits an einer Nierenkrankheit und möchten schwanger werden, sollten Sie dies vorab mit Ihrem Frauenarzt und einem erfahrenen Nierenarzt besprechen. Sie brauchen dann eine besonders intensive Betreuung.

Im übrigen: in der Schwangerschaft sind Rauchen und Alkohol tabu!


Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer