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September
2004
Seelische
Aspekte von Nierenkrankheiten
„Das
geht mir an die Nieren !“ oder „Ich habe mir vor
Angst in die Hosen gemacht.“ Beide Äußerungen weisen
auf den Zusammenhang zwischen dem Gefühlsleben und
einer Reaktion der Nieren hin. Seit mehr als fünfzig
Jahren ist bekannt, dass Gefühle (Affekte) die
Ausscheidungsfunktion der Nieren beeinflussen können.
Über die Auslöser spezieller Immunerkrankungen der
Niere durch Lebenskrisen wird spekuliert. Häufig sind
sogenannte Verarbeitungsstörungen, die mit einer
chronischen Erkrankung einhergehen. Menschen werden
depressiv, vereinsamen oder neigen zu
Aggressionshandlungen, - eben auch Menschen mit
chronischen Nierenkrankheiten.
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Nierenärzte
sollten dafür einen wachen Blick haben und zusammen mit Fachärzten
für psychosomatische Erkrankungen und Psychotherapeuten
Hilfen anbieten. Auch eine medikamentöse Behandlung kann nützlich
sein.
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Ihr,
Prof. Dr. Wolfgang Pommer
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