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September
2005
Katastrophen, Sport und Nierenversagen
Plötzliches (akutes)
Nierenversagen ist ein dramatisches Ereignis. Die Niere
stellt ihre Entgiftungsfunktion ein: teils mit
erhaltener Urinproduktion, teils mit kompletten Verlust
der Urinausscheidung (anurisches Nierenversagen). Die
Konsequenz ist gleich: der Körper wird mit Harngiften
überschwemmt. Schwäche, Müdigkeit bis hin zum Koma und
Tod sind die Folgen.
Eine der Ursachen des akuten Nierenversagens ist der
Zerfall der Muskulatur bei Quetschungen großer
Muskelpartien (Erdbeben- oder Kriegsopfer), extreme
körperliche Beanspruchung wie beim Marathon oder
Medikamente (Fettsenker, z.B. Lipobay). Das zerstörte
Muskeleiweiß (Myoglobin) „verstopft“ die Nieren.
Notfallmaßnahmen sind die Gabe großer Flüssigkeitsmengen
und die Verhinderung der Übersäuerung des Blutes. Bei
fehlender Erholung hilft nur die Behandlung mit der
künstlichen Niere.
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Leider
steht dieses Behandlungsverfahren in Katastrophengebieten
nicht ausreichend zur Verfügung. Katastrophenopfer mit akutem
Nierenversagen sind dann auf internationale Hilfe angewiesen.
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Ihr,
Prof. Dr. Wolfgang Pommer
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