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November 2006


 

Blut im Urin – Wann zum Nierenarzt? Wann zum Urologen ?

Blut im Urin (Hämaturie) ist ein Befund, der immer abgeklärt werden muß. Ist das Blut im Urin sichtbar (Braun- oder Rotfärbung) spricht man von Makrohämaturie. Wird das Blut mit einem Teststreifen (Urinstix) entdeckt, besteht eine Mikrohämaturie. In jedem Fall muß der Blutnachweis im Urin mit dem Teststreifen wiederholt und bestätigt werden. Bei Frauen ist der Blutnachweis im Urin zum Zeitpunkt der Regelblutung immer positiv. Dieser Befund ist normal. Eine Kontrolle außerhalb der Regelblutung muß dann negativ sein.

Das Auftreten von Blut im Urin kann mit weiteren Symptomen verknüpft sein: gleichzeitige kolikartige Flanken- oder Bauchschmerzen können für einen Nierenstein sprechen. Ein schmerzloses Auftreten von Blut im Urin im höheren Alter kann ein Zeichen für einen Nieren- oder Harnwegstumor sein. Hier muß eine Abklärung durch den Urologen erfolgen.

Tritt ein Blutnachweis mit einer Eiweißausscheidung im Urin auf, besteht gleichzeitig ein Bluthochdruck oder Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme), liegt wahrscheinlich eine Nierenerkrankung vor. Hier ist der Nephrologe (Arzt für Nieren- und Hochdruckkrankheiten) gefragt. Besteht ein symptomarmer Nachweis von Blut im Urin vor, entscheidet eine mikroskopische Untersuchng des Urins (Urinsediment), was zu tun ist. Hier kommt es auf die gute Kooperation zwischen Urologen und Nephrologen an!


Wichtig: Nutzen Sie die Vorsorgeuntersuchung ab dem 35. Lebensjahr, um solche Befunde zu entdecken und abklären zu lassen!



Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer