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Oktober 2007
Ernährung und Niere
Nahrungsbedingte Nierenschäden sind unüblich.
Belastungen der Nahrung mit Schadstoffen wie Cadmium,
Blei und andere Schwermetalle sind in unseren Breiten
selten. Allerdings können sog. Life-Style Drogen wie
Abführmittel, wassertreibende Medikamente (Diuretika)
und bestimmte Schlankheitsmittel sowohl akute als auch
chronische Nierenschäden auslösen.
Bei bestehender Nierenkrankheit können individuelle
Ernährungseinschränkungen zu einem Teil des
Therapieplans gehören. Nahezu obligat ist die Begrenzung
des Salzkonsums auf 5-6 Gramm pro Tag. Bei gestörter
Wasserausscheidung mit Wassereinlagerung in den Beinen
(Ödemen) muss eine Trinkmengenbegrenzung eingehalten
werden. Selten muss mehr Flüssigkeit zugeführt werden.
Normalerweise sind Tagesportionen von 1,5 bis 2 Litern
völlig ausreichend. Auch der Eiweißgehalt in der Nahrung
muss im Einzelfall erhöht oder begrenzt werden. Im
fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung spielt die
mangelhafte Phosphatausscheidung der Niere eine Rolle:
die Phosphorwerte im Blut sind dann erhöht, dies führt
zu einer raschen Verkalkung der Blutgefäße mit erhöhten
Risiken für einen Herzinfarkt.
Die Kaliumausscheidung der Niere kann ebenfalls
behindert sein: lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen
sind die Folge.
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Fazit: Die Ernährung bei
Nierenkrankheit ist individuell. Der Nephrologe
(Nierenarzt) wird seine Patienten hierüber
rechtzeitig aufklären und den Erfolg der Diät
regelmäßig überprüfen. |
Ihr,
Prof. Dr. Wolfgang Pommer
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