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April 2007
Allergien – auch
an der Niere?
Gegenwärtig ist wieder die Zeit der Allergien. Der
massive Ausstoß von Blütenpollen plagt viele Menschen
mit allergischer Reaktionsbereitschaft. Bei den 30-40
Jährigen leidet jeder Fünfte an Heuschnupfen. Ein
allergisches Asthma findet sich bei jedem Zehnten. Auch
an der Niere kann eine allergische Erkrankung auftreten.
Die häufigste Ursache sind Medikamente. Antibiotika
führen die Hitliste an. Aber prinzipiell kann es bei
jeder Substanz zur allergischen Reaktion kommen. Auch
pflanzliche Stoffe können diese auslösen. Spektakulär
waren allergische Nierenreaktionen in Belgien und den
Niederlanden durch chinesische Kräuter, die als
Abführmittel zur Gewichtsreduktion benutzt wurden. Viele
Patientinnen erlitten ein endgültiges Nierenversagen.
Der allergische Mechanismus verläuft in zwei Schritten:
zuerst die stille Sensibilisierung, dann bei erneutem
Kontakt der Ausbruch mit Krankheitsreaktion. Hier treten
zusammen mit dem Nierenversagen Fieber und Hautausschlag
auf. Die genaue Diagnose wird mit einer Nierenpunktion
und feingeweblicher Untersuchung gestellt.
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Wichtig: wer einmal eine allergische
Nierenreaktion hatte, darf niemals mehr das
auslösende Medikament erhalten. Sonst droht der
endgültige Verlust der Niere! |
Ihr,
Prof. Dr. Wolfgang Pommer
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