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September 2007



 

EPO – Nicht nur ein Dopinghormon!


Erythropoietin (EPO) ist ein Hormon, dass in der Niere gebildet wird. Es stimuliert die Blutbildung und sorgt für einen ausreichenden Nachschub des verbrauchten Blutes. Arbeiten die Nieren nicht ausreichend, wird EPO vermindert produziert und die Blutbildung versagt. Nach kurzer Zeit entsteht eine Blutarmut (Anämie).

Menschen mit dauerhaften Nierenversagen leiden deshalb unter Blutarmut. Zur Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit und der Verbesserung der Blutversorgung für die verschiedenen Organe erhalten sie deshalb regelmäßig EPO. Dieses wird unter die Haut oder in die Venen gespritzt. Verschiedene große Untersuchungen haben gezeigt, dass das beste Überleben nicht durch die komplette Normalisierung des Blutspiegels erreicht wird, sondern durch einen Wert, der unter dem normalen Bereich liegt.

 


Ein EPO-Mangel mit Blutarmut kann bereits bestehen, wenn die Nieren noch zu 30-40% arbeiten. Auch in dieser Situation kann bereits vor dem endgültigen Nierenversagen die Behandlung mit EPO notwendig werden. Die rechtzeitige Mitbehandlung durch den Nierenarzt (Nephrologen) klärt die Ursachen einer Blutarmut und vermeidet unnötige, belastende Untersuchungen.



Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer