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Juli 2008



 

Nierengesund über den Sommer kommen!

Der Sommer birgt einige Risiken für ein Nierenversagen.

Für Sportler gilt: der Bedarf an Flüssigkeit und Mineralstoffen steigt mit der Außentemperatur und der Trainingsintensität. Deshalb: Trainingspläne auf Hitzeepisoden abstimmen. Im letzten Jahr haben wir Nierenversagen nach Marathonläufen beobachtet. Durch Muskelzerfall kommt es zu einer Verstopfung der Nierenkanälchen und zum Nierenversagen. Muskelkrämpfe sind häufig Frühzeichen des Muskelzerfalls.

Auch Langstreckerschwimmer bleiben nicht verschont: Trinkpausen müssen eingeplant werden, bei Schwimmzeiten über einer Stunde alle 30-40 Minuten ausreichend Zeit zum Trinken nehmen.

Menschen, die Entwässerungsmittel (Diuretika) einnehmen, müssen mit Ihrem Arzt absprechen, was in Hitzeperioden zu tun ist. Nierenkranke sollten ebenfalls mit dem betreuenden Arzt das Verhalten bei einer Hitzewelle besprechen.

Kritisch ist es bei Auslandsreisen in heiße Länder. Kommt eine Durchfallserkrankung hinzu, ist ein Nierenversagen bei der fortgesetzten Einnahme von Entwässerungsmitteln vorgebahnt.
 


Fazit: Zur Urlaubsplanung gehört auch, Verhaltensmaßnahmen bei Hitze und Flüssigkeitsverlusten abzusprechen. Fragen Sie Ihren Arzt rechtzeitig - und dann einen schönen Urlaub!




Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer