Vivantes

       
   

>> Patienten >> Gesundheitstipp >> November 2008
 


November 2008





Plötzlicher Blutdruckanstieg: vermeidbare Ursachen, vermeidbare Komplikationen!
 

Sie haben einen bekannten Bluthochdruck? Ihr Blutdruck war bisher immer gut behandelt und ist plötzlich stark erhöht? Die erste Frage lautet: haben Sie Ihre Medikamente lückenlos eingenommen? Das Unterbrechen einer Behandlung kann zur Blutdruckentgleisung führen, insbesondere wenn s.g. Betablocker plötzlich abgesetzt werden. Das führt zu einer massiven Ausschüttung von blutdrucksteigernden Hormonen. Eine Hochdruckkrise ist die Folge.

Eine weitere Ursache: Sie haben Medikamente eingenommen, die eine Blutdrucksteigerung auslösen können. Hierzu gehören Entzündungshemmer wie Kortison, Schmerzmittel aus dem Bereich der nicht-steroidalen Rheumamittel (freiverkäuflich wie Ibuprofen und ähnliches) und die „Antibabypille“. Auch der reichliche Genuß von Alkohol, Salz oder Lakritze (auch als Kautabak genossen) wirkt stark blutdrucksteigernd.

Als Blutdruckkranker sollten Sie Ihren Blutdruck regelmäßig selbst kontrollieren. Ihr Hausarzt kann Sie hierin schulen. Moderne Blutdruckgeräte in guter Qualität sind erschwinglich (Tipps unter: www.paritaet.org/RR-Liga) und warnen Sie vor den Folgen überhöhter Werte. Blutdruckwerte sollten je nach Erkrankung zwischen 130 – 140 zu 80 mm Hg liegen.
 


Fazit: Plötzliche Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen oder Brustschmerz mit Luftnot können  Zeichen einer Blutdruckentgleisung sein. Die Selbstkontrolle ist dann lebenswichtig. Informieren Sie hierüber sofort Ihren Arzt. Längeranhaltender Brustschmerz kann auch Zeichen eines Herzinfarktes sein: dann sofort den Notarzt rufen!



Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer