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Mai 2009


Die neue „Schweine-Grippe“ – auch eine Gefahr für die Niere?

Momentan erregt die neue Grippe weltweite Aufmerksamkeit. Grippeviren verbreiten sich überwiegend über die Atemwege. Eine Gefahr für die Nieren ist nicht bekannt. Allerdings können bei schweren Virusinfektionen mit lebensbedrohenden Komplikationen auch Nierenschäden mit akutem Nierenversagen auftreten. Sie sind Folge eines allgemeinem Kreislaufversagens, aber nicht Folge eines Virusbefalls der Nieren. Tatsächlich gibt es auch Viren, die bevorzugt die Nieren befallen. Durch Kontakt mit Mäuseexkrementen ist in einigen Landwirtschafts- und Weinbaugebieten das Hantaan-Virus verbreitet. Eine Variante dieses Virus führte im Korea-Krieg zu tödlichen Nierenversagen. Andere Viren, wie das Cytomegalie- oder Polyoma-Virus , treten bei Patienten mit Immunsuppression (Medikamente, die die körpereigene Abwehr unterdrücken) auf. Durch Immunreaktionen können Leberviren (Hepatitis B und C) Nierenkrankheiten auslösen, auch bei AIDS-Kranken sind Nierenschäden bekannt.

Fazit: Die aktuelle Grippewelle stellt keine Gefahr für Nieren dar. Aber: schwere Verläufe können durch ein Nierenversagen kompliziert werden. gefragt werden.


Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer