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Juli 2009
Was Schwangere mit Bluthochdruck wissen müssen!
5 bis 10% der Schwangeren können einen Bluthochdruck entwickeln.
Eine Behandlung mit Medikamenten sollte nur bei schwerem Bluthochdruck
erfolgen. Dabei sollen nur Blutdruckmittel eingesetzt werden, die das
Wachstum des Kindes nicht beeinflussen. Kindliche Fehlbildungen wurden
unter ACE-Hemmern und AT-1-Antagonisten beobachtet. Beide
Substanzgruppen haben ähnliche Wirkungen und dürfen im
zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel nicht eingesetzt werden.
Wegen der Thrombosegefahr sollen salz- und wassertreibende Mittel
(Diuretika) nicht eingesetzt werden, auch wenn Wasseransammlungen in
den Beinen (Ödeme) beobachtet werden.
Schwangere mit Bluthochdruck haben ein erhöhtes Risiko für
eine Schwangerschaftsvergiftung (Gestose). Sie müssen besonders
sorgfältig betreut werden. Bei ersten Anzeichen einer
Schwangerschaftsvergiftung muß eine spezielle Überwachung
und Behandlung eventuell auch in einer spezialisierten Klinik erfolgen.
Bleiben Zeichen einer Schwangerschaftsvergiftung mit Bluthochdruck und
Eiweiß im Urin nach der Geburt bestehen, soll eine Klärung
durch den Nierenarzt (Nephrologen) erfolgen. Geburtshelfer und
Nephrologen arbeiten hier eng zusammen.
Ihr,
Prof. Dr. Wolfgang Pommer
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