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September 2009



 

Nierenheilkunde in Deutschland: Vorreiter für die Qualitätssicherung in der Medizin

Die Nierenheilkunde (Nephrologie) entwickelt sich zunehmend zu einem Vorreiter in der Qualitätssicherung. Medizinische Maßnahmen wie Operationen oder aufwendige Behandlungsverfahren müssen qualitativen Standards genügen, um eine wirkliche Verbesserung für den Patienten zu gewährleisten. Hierzu gehören auch die Behandlungsstandards für die künstlichen Niere.

Jeder Nierenarzt (Nephrologe), der Patienten mit einem Blutreinigungsverfahren (Dialyse) betreut, muß einmal im Quartal sein Behandlungsergebnis an einen Datentreuhänder melden. Erfasst wird: Dauer und Anzahl der Dialysebehandlungen pro Woche, der Wert für die Güte der Blutreinigung (KT/V) und der Hämoglobingehalt im Blut. Mindestens 85% der behandelten Patienten müssen die festgelegten Qualitätswerte erreichen. Wenn nicht, ist die Dialysekommission der örtlichen Kassenarztregion zu einer Überprüfung der Praxis verpflichtet. Bei dauerhaften Verstößen droht der Verlust der Abrechnungsfähigkeit der Behandlung.


Fazit: Die Nierenheilkunde orientiert sich an hohen Behandlungsstandards für ihre Patienten. Sie ist die erste medizinische Disziplin in Deutschland, in der die Behandlungsqualität (der Dialysebehandlung) an die Vergütung geknüpft ist.



Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer