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November 2009



 

Bluthochdruck, Schnarchen und Gewichtsreduktion

Bei einer Reihe von Patienten lässt sich ein Bluthochdruck trotz mehrerer Medikamente nur schwer einstellen. Mißt man mit einer automatischen Blutdruckaufzeichnung (24 Stunden-Blutdruckmonitoring) bei diesen Patienten die Nachtwerte, sind diese meist immer exzessiv erhöht. Ursache hierfür kann das Schlafapnoe-Syndrom sein. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einem veränderten Atemrhythmus mit langen Atempausen. In diesen Phasen besteht eine Unterversorgung der Gehirns mit Sauerstoff. Dieser Streßreiz führt zu einem starken Blutdruckanstieg.

Hinweise für das Schlafapnoe-Syndrom sind morgendliche Müdigkeit, Abgeschlagenheit und das Bedürfnis nach Tagesschlaf. Den Lebenspartnern fällt die abnorme Schnarchneigung und lange Atemaussetzer auf. Besonders übergewichtige Menschen sind betroffen.

Eine neue Studie weckt Hoffnung: Patienten, die mit Hilfe 10 kg in einem Jahr Gewicht abgenommen haben, zeigen eine deutliche Besserung der nächtlichen Atemrhythmik und ein verbessertes Blutdruckverhalten!

Fazit: Bei schwer einstellbaren Blutdruck sollte eine 24 Stundenmessung durchgeführt werden. Ein abnormes Schlafverhalten sollte in diesem Zusammenhang durch einen Lungenfacharzt (Pulmonologen) abgeklärt werden. Eine Gewichtsreduktion ist die richtige Behandlungsmaßnahme.


Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer