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April 2010



 

Vom Lebertran zur modernen Vitamin D Behandlung

Wie in jedem Jahr berichten wir am Ende der sonnenarmen Winterperiode über Neues zum Vitamin D (vgl. Tipp Februar 2009). In den letzten Wochen habe ich in meiner Praxis bei vielen Patienten einen schweren Vitamin D-Mangel festgestellt. Früher wurde jedes Kind mit Lebertran behandelt. Dieser enthält reichlich Vitamin D, dass üblicherweise über Sonneneinstrahlung auf die Haut gebildet wird. Nach einem sonnenarmen Winter sind die natürlichen Vitamin D-Speicher verbraucht.

Die Vitamin D Behandlung bei Erwachsenen heute hat nicht in erster Linie die Vorbeugung von Knochenstörungen (früher schwere Rachitis) im Auge. Vitamin D ist ein Schlüsselhormon für die Infektionsabwehr, wichtig zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen und spielt darüber hinaus bei der Demenz und anderen Gehirnerkrankungen eine wichtige Rolle.

Ein Vitamin D Mangel wird sicher mit einer einmaligen Blutentnahme entdeckt. Werte unter 30 ng/ml sprechen für einen Mangelzustand. Die Behandlung mit Vigantol-Öl ist einfach und billig. Ich empfehle die Gabe von 50.000 Einheiten einmal im Monat für insgesamt vier bis acht Monate. Die Behandlung muss ärztlich überwacht werden. In seltenen Fällen kann diese Behandlung zu einer gefährlichen Erhöhung der Kalziumwerte im Blut (Hypercalcämie) führen.

Deshalb: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie eine Behandlung beginnen!


Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer