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Mai 2010



 

Schwangerschaft bei Nierenkrankheiten

Schwangere mit Nierenkrankheiten bedürfen einer besonders aufmerksamen ärztlichen Betreuung. Bei leichtgradiger Nierenfunktionseinschränkung kann die Eiweißausscheidung im Urin zunehmen, ein gleichzeitig bestehender Bluthochdruck kann sich verschlechtern. Langfristig ist das Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion gering. Generell besteht ein höheres Risiko für eine kindliche Unreife und Frühgeburtlichkeit.

Bei höherer Nierenfunktionseinschränkung kann eine Schwangerschaft auch die Nierenfunktion der Mutter langfristig verschlechtern. Eine schlechtere Nierenfunktion erhöht nochmals das Risiko eines Schwangerschaftsverlust und einer Frühgeburt. Unter der Behandlung mit der künstlichen Nieren sind Schwangerschaft selten, können aber bei intensivierter Behandlung erfolgreich sein. Die Mehrzahl der jüngeren Dialysepatienten gilt als unfruchtbar, trotzdem werden Verhütungsmaßnahmen empfohlen wenn kein Kinderwunsch besteht.

Fazit: Schwangerschaften bei Nierenkrankheiten müssen multiprofessionell von einem Frauenarzt und erfahrenem Nephrologen betreut werden. Frauen mit Nierenerkrankungen und Kinderwunsch sollten sich vor der Schwangerschaftsplanung mit ihrem Nephrologen über die möglichen Risiken unterhalten.


Ihr,

Prof. Dr. Wolfgang Pommer

 
 







Prof. Pommer


Der Gesundheitstipp des Monats gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
Der Gesundheitstipp erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.

Ihr,

Prof. Dr. 
Wolfgang Pommer