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1.1 Nikotinkarenz
Rauchen erhöht dosisabhängig insbesondere bei Männern das
Risiko, eine Niereninsuffizienz zu entwickeln.
Orth et al, Kidney Int 1998;
54: 926-931
Übergewicht vermeiden!
Übergewicht ist unabhängiger Risikofaktor und verbunden
mit signifikantem Anstieg der Wahrscheinlichkeit einer
folgenden Progression der Niereninsuffizienz.
Bonnet et al, Am J Kidney Dis
2001; 37:720-7
Moderate Proteinrestriktion
scheint gewisse Vorteile bei Patienten mit fortschreitender
Nierenfunktionseinschränkung zu haben.
1.2
ACE- Hemmer und/oder AT II-Antagonisten
zur aggressiven Behandlung der Proteinurie (Ziel 40- 50 %
Reduktion), des Bluthochdrucks (Zielwert < 140/90 mmHg)
und der Vermeidung einer linksventrikulären Hypertrophie
mit folgender diastolischer Funktionsstörung.
ACE- Hemmer
Nachgewiesen ist der Rückgang der Proteinurie in drei
randomisierten Studien (u.a. Perico et al, J Am Soc Nephrol
1998; 9: 2308-2317) und einer grossen retrospektiven
Cohortenstudie
Cattran et al, Am J Kidney Dis
1994; 23: 247-254
Nachweis der Progressionsverzögerung dieser Therapie steht
für die IgAN noch aus und ist nur im Analogieschluss möglich
Jafar
et al, Kidney Int 2001; 60: 1131-40
Kombination von ACE- Hemmern und AT1- Antagonisten hat evt.
Vorteile, da ACE- Hemmer allein die Angiotensinogen- II-
Produktion nicht komplett unterbinden. Kombinationstherapie
mit 10 mg Enalapril/ Tag und 50 mg Losartan/ Tag steigert
den antiproteinurischen Effekt.
Russo
et al, Am J Kidney Dis 1999; 33:851-6
1.3 Corticosteroide
(Evidenz Grad A, Level 1,2,3)
indiziert bei Erwachsenen mit persistierenderProteinurie
> 1g/ 24h trotz ACE- Hemmer- Therapie und Crea-
Clearance > 70 ml/ min.
Prednisolon 1 mg/ kgKG/ Tag, über 3- 6 Monate reduzieren
auf 30- 40 mg Prednison jeden 2. Tag ( Therapiedauer bis zu
12 Monaten oder auch länger )
oder
1000mg Methylprednisolon i.v. an drei aufeinander folgenden
Tagen am Beginn der Monate 1, 3, 5, kombiniert mit 0,5 mg/
kgKG Prednisolon p.o. jeden zweiten Tag für sechs
Monate
Pozzi
et al, Lancet 1999, 13; 353:883-7
Verminderung der Proteinurie und Verlangsamung der
Progressionshemmung der Niereninsuffizienz waren statistisch
hoch signifikant ohne nennenswerte Nebenwirkungen.
1.4 Fischöl (Evidenz Grad A, Level1)
Patienten mit Verschlechterung der Nierenfunktion unter
Therapie mit ACE- Hemmern scheinen durch eine
Langzeittherapie (2 Jahre oder länger) mit niedrig
dosiertem Fischöl (1,88g EPA + 1,47g DHA) seltener eine
terminale Niereninsuffizienz zu entwickeln. Dies scheint
insbesondere für Patienten mit einem Serumkreatinin
zwischen 1,5 und 3 mg/dl zu gelten.
Donadio
et al, J Am Soc Nephrol. 1999; 10:1772-7
Nach Metaanalyse der vorliegenden Fischölstudien (Dillon,
JASN, 1997) ist das Ausmass des Benefits jedoch umstritten.
1.5 Kombinierte immunsuppressive Therapie (Evidenz Grad
B,C)
mit Mycophenolat Mofetil, intravenöser Gabe von
Immunglobulinen, oder Therapie mit Cyclophosphamid,
Azathioprin und Steroidpulstherapie analog zur Therapie der
nekrotisierenden Glomerulonephritis anderer Genese nur für
„Hochrisiko“- Patienten mit progressivem
Verlauf.(Serumkreatinin 1,5- 3mg/dl). Plasmapherese
kontrovers.
1.6 Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer
haben ebenfalls keine evidenzbasierte Empfehlung zur
Therapie.
Eine
kleine Studie ( Lee et al ,1997) zeigt einen Vorteil für
Dipyridamol (75 mg p.o./Tag) und Warfarin (INR 1,3 bis 1,5)
im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Behandlung.
1.7 Patienten mit intermittierender Makrohämaturie
kann neben guter Hydratation, wenn einem Anfall mit
Makrohämaturie rezidivierende Tonsillitiden vorausgehen,
eine Tonsillektomie sinnvoll sein.
Nolin
et al, Kidney Int Suppl 70 1999 : 56-62
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Immunhistochemisch
in 50- 70%, in ca. 10% mit Konsequenz des
Transplantatverlustes. Das Ergebnis ist bei Lebendspende
identisch im Vergleich zur Kadavernierentransplantation, so
dass die Lebendspende nicht ausgeschlossen werden
muss. Das Transplantatversagen ist insgesamt nicht höher
als im Durchschnitt aller Nierentransplantationen. Ob
Transplantierte mit IgAN von dem Einsatz von MMF besonders
profitieren, wird z.Z. diskutiert.
Ponticelli
et al, Kidney Int 2001; 60:1948-54
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