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Medical
Board Nephrologie
Diagnostische
und therapeutische Standards
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| Diagnostik
- Indikationen
zur Nierenersatztherapie bei chronischer
Niereninsuffizienz |
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Autor:
Prof. Dr. Wolfgang Pommer
letzte Aktualisierung: 26.07.03
Inhaltsübersicht
1. Grundlagen |
| 2.
Indikationen |
3.
Vorbereitung Nierenersatztherapie
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| 1. Grundlagen |
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Die
„Nierenfunktion“ setzt sich aus einer Vielzahl von
Teilfunktionen zusammen (Glomeruläre Filtration, tubuläre
Leistungen, Regulationsfunktion, endokrine Funktion). Diese
können bei unterschiedlichen Nierenkrankheiten in unter-
schiedlichem Ausmaß beeinträchtigt sein. Als „terminal“
wird eine Niereninsuffizienz bezeichnet, wenn
lebensnotwendige Partialfunktionen nicht mehr ohne
dauerhafte Schäden des Gesamtorganismus kompensiert werden
können. Eine terminale Niereninsuffizienz kann auch dann
vorliegen – und damit die Notwendigkeit zum Beginn der
Nierenersatztherapie - ,wenn noch keine subjektiven Urämie-Symptome
vorliegen.
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| 2.
Indikationen |
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Glomeruläre
Filtrationsrate:
- <
10 ml/min 1.73 m(2), entsprechend Kt/V< 2.0
Progrediente
Malnutrition:
Klinische Urämie-Symptome:
- Perikarditis
- Urämischer
Pruritus
- Urämische
Gastroenteritis
- Polyneuropathie
- Bewusstseinsstörung,
Apathie
Schwere metabolische
Azidose:
Rezidivierende Überwässerungszustände,
insbesondere bei kardialer Co-Morbidität:
- Dialysebeginn
u. U. bei GFR
> 10 ml/min
Rezidivierende Hyperkaliämien:
- GFR
< 15 ml/min nach Absetzen von ACE-Hemmern und
Einhalten einer K+-armen Diät
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| 3.
Vorbereitung Nierenersatztherapie |
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Bei chronischen
Nierenerkrankungen sollte mit Erreichen einer GFR von 20
ml/min die Entscheidung über das geeignete
Nierenersatzverfahren (Hämodialyse, Peritonealdialyse oder
Nierentransplantation) erfolgen.
- Patienten,
die mit der Hämodialyse behandelt werden, erhalten mit
einer GFR von < 20 ml/min eine Shunt-Anlage und
werden gegen Hepatits B geimpft.
- Patienten,
die mit der Peritonealdialyse (PD) behandelt werden,
werden evaluiert (Kontraindikationen?), erhalten den
PD-Katheter mit Beginn der Dialysepflichtigkeit (GFR
< 12-15 ml/min).
- Typ-I-Diabetiker
werden bei GFR 20 ml/min für eine
Pankreas-Nieren-Transplantation evaluiert
- Bei
Patienten mit potentiellem Lebend-Nieren-Spender erfolgt
bei einer GFR von 20 ml/min die Spender/Empfänger-Evaluation
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