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Medical Board Nephrologie
Diagnostische und therapeutische Standards



 Diagnostik - Das Vivantes- Shuntkonzept

Autoren: Pommer, Gruner-Szur, Steinmüller, Debbert 
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letzte Aktualisierung: 18.07.03


I
nhaltsübersicht

1. Aktuelle Situation
2. Leistungsangebot
3. Qualitätssicherung




1. Aktuelle Situation

Ein Baustein im DMP „Nephrologie“

Die nephrologischen Schwerpunktabteilungen bilden zusammen mit den spezialisierten Abteilungen für Gefäßchirurgie im HUK und KFH ein Rückgrat in der elektiven Shuntchirurgie und in der Bewältigung von notfallmäßigen Fistelkomplikationen bei Dialysepatienten. Die innerstädtische Konkurrenz beschränkt sich auf maximal 1-2 Zentren. Ziel der Vivantes Schwerpunktbildung muss es sein, durch attraktive Konzepte und  qualitativ hochwertige Ergebnisse zu einem bevorzugten Partner für niedergelassene Dialysezentren in Berlin und Brandenburg zu werden. Damit realisieren die Vivantes-SP-Abteilungen einen wesentlichen Aspekt in einem integriertem DMP des nephrologischen Fachgebietes.

Erwartungen von seiten der Patienten sind eine schnelle, erfolgreiche Behandlung mit kurzer stationärer Behandlungszeit. Erwartungen der zuweisenden Nephrologen sind akute Verfügbarkeit in Notfallsituationen, hohe fachliche Kompetenz und Behandlungsqualität, rasche Kommunikation sowie Sicherheit in der Rücküberweisung der Patienten. Patienten und zuweisende Ärzte erwarten ein hohes Maß an Termintreue.

Durch die strukturierte Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen im Bereich der elektiven und der Notfall-Shuntchirurgie lässt sich ein Leistungsangebot formulieren, dass einerseits eine Steigerung von Zuweisungen aus anderen Dialysezentren erwarten lässt und andererseits hilft, die stationären Liegezeiten zu verkürzen.






2. Leistungsangebot

2.1 Notfall-Bereitschaft „Shuntverschluß

  • Shunt-Thrombektomie innerhalb von 24 Stunden als Notfall-Bereitschaft

  • Dialyse über Gefäß-Katheter vor Thrombektomie, wenn erforderlich

  • Ursachendiagnostik (Duplexsonographie, Shunt-Phlebographie) nach erfolgreicher Thrombektomie

 

Voraussetzungen

  • Gefäßchirurg. Bereitschaft am Wochenende

  • Stationärer Aufenthalt 2-3 Tage

  • Notfall-Dialyse

  • Shunt-Phlebographie jederzeit durchführbar

  • 24Std.-Erreichbarkeit über „Nephro-Hotline“



2.1 Notfall-Bereitschaft „Shuntverschluß

  • Abklärung und Therapieplanung, einschließlich verbindlicher OP- Terminvergabe innerhalb eines Arbeitstages (9-17 Uhr)

  • Koordination der erforderlichen Diagnostik in Absprache mit dem zuweisenden Arzt (z.B. Duplexsonographie, Phlebo-, Angiographie)

  • Klinische Beurteilung durch den Nephrologen

  • Gefäßchirurgische Beurteilung und Therapie im Rahmen der Gefäß-Sprechstunde

  • Arztbief mit Therapie-Vorschlag und Terminvergabe

Prästat. Aufenthalt 
Tagesleistung


Ein-Tages-Aufenthalt 
bei invasiver Diagnostik (Angiographie)


Voraussetzungen

  • Koordination von 3 Fachdisziplinen

  • Angiographie verfügbar


Gefäßchirurgische Sprechstunde (1x/Wo.)


 




3. Qualitätssicherung

Die Behandlungsqualität (Früh- und Spätinfektionen, primäre und sekundäre Verschlussrate) soll prospektiv in einem EDV-gestützten Shunt-Register erfasst werden. Zusätzlich sollen alle  OP-Berichte EDV-gestützt erfasst werden.  Der Patient erhält eine Dokumentationsunterlage zur Basisdokumentation und als Grundlage für ev. nachfolgend notwendige Interventionsmaßnahmen.




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